
Hamburg - Hafengeburtstag
Das erste „Großereignis“ in dieser Saison liegt hinter uns. Der Hamburg Marathon fand am Wochenende statt. 850 000 Zuschauer an der Strecke. Der Umzug des Start- Zielbereichs von der Messe auf dem Kiez, hat sich bewährt. Doch auf dem Kiez herrscht Waffenverbot, so musste sich auch Bürgermeister Ole von Beust daran halten, erstmalig wurde als „Startschuss“, eine „Startglocke“ eingesetzt. 850 000 Besucher, das bedeutet neuer Besucherrekord.
Nur knapp zwei Wochen Verschnaufpause, und schon steht das nächste Großereignis an.
Das größte Hafenfest der Welt, der „Hamburger Hafengeburtstag“, vom 9.- 12. Mai.
Aber warum feiert Hamburg eigentlich jedes Jahr seinen Hafen?
Am 7. Mai 1189 soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Stadt Hamburg den Freibrief ausgestellt haben, mit dem sich der Kaiser für die Unterstützung der Hamburger bei seinen Vorbereitungen für den 3. Kreuzzug in das Heilige Land unterstützen wollte. Den Freibrief erließ Friedrich Barbarossa auf das Betreiben von Adolf III., Graf von Schauenburg und Holstein (1160 bis 1225), am westlichen Alsterufer eine Handels- und Marktsiedlung gründete. Die Siedlung lag im Bereich der Neuen Burg. Graf Gustav Adolf III. beteiligte sich an dem Dritten Kreuzzug, kehrte von dort aber wieder zurück.
In dem Freibrief sind vier für Hamburg wichtige Punkte enthalten:
1. Bis zur Nordsee brauch Hamburg keine Zölle mehr zu zahlen.
2. Die Heerpflicht wurde aufgehoben, die Bürger von Hamburg mussten nur noch für den Schutz Hamburgs sorgen.
3. Im Umkreis von 15 Kilometern rund um Hamburg durfte keine weitere Burg errichtet werden.
4. Die Hamburger erhielten das Recht, Vieh zu halten, Fische zu fangen und Bäume zu roden.
2. Die Heerpflicht wurde aufgehoben, die Bürger von Hamburg mussten nur noch für den Schutz Hamburgs sorgen.
3. Im Umkreis von 15 Kilometern rund um Hamburg durfte keine weitere Burg errichtet werden.
4. Die Hamburger erhielten das Recht, Vieh zu halten, Fische zu fangen und Bäume zu roden.
Freibrief für Hamburg eine Fälschung?
Der Freibrief von Kaiser Friedrich Barbarossa ist nicht erhalten. Daher wurde 1265 eine heute noch vorhandene, vermutlich aber inhaltlich verfälschter Barbarossa-Freibrief angefertigt. Es gibt aber auch die Auffassung, dass es überhaupt keinen Freibrief von Friedrich Barbarossa gegeben hat, sondern die Geschichte von Anfang an von den Hamburgern Kaufleuten gefakt war, um sich so wichtige Privilegien zu sichern. Schließlich konnte Friedrich Barbarossa eine Ausstellung eines Freibriefs für die Stadt nicht mehr widersprechen. Er starb auf den Weg ins heilige Land am 10. Juni 1190 als er im Fluss Saleph in Anatolien ertrank.
Ungeachtet dessen feiern die Hamburger alljährlich am 7. Mai ihren Hafengeburtstag.
An Graf Adolf III., dem die Hamburger den Freibrief verdanken sollen, erinnert heute eine Statue auf der Trostbrücke in der Hamburger Altstadt. Sie wurde von Engelbert Pfeiffer (1830 bis 1896) erschaffen. Von ihm stammte auch die Statue die Angsgar von Bremen zeigen soll, diese ist ebenfalls auf der Trostbrücke in Hamburg zu finden. Die Trostbrücke verbindet seit 1266 die bischöfliche Stadt rund um den Bereich Domstraße, Petrikirche und die gräfliche Stadt, die von Gustav Adolf III. gegründet worden war.
An Graf Adolf III., dem die Hamburger den Freibrief verdanken sollen, erinnert heute eine Statue auf der Trostbrücke in der Hamburger Altstadt. Sie wurde von Engelbert Pfeiffer (1830 bis 1896) erschaffen. Von ihm stammte auch die Statue die Angsgar von Bremen zeigen soll, diese ist ebenfalls auf der Trostbrücke in Hamburg zu finden. Die Trostbrücke verbindet seit 1266 die bischöfliche Stadt rund um den Bereich Domstraße, Petrikirche und die gräfliche Stadt, die von Gustav Adolf III. gegründet worden war.
Freibrief für Hamburg; Geschrieben am 12.1.2007, geschrieben von bellah
Hamburg damals 1964
775.Hafengeburtstag
Fehlplanung führte zu einem Chaos ohne Beispiel
Was fast 800 000 Hamburger am 8. Mai 1964 acht Stunden lang erlebten, gehört zu den Schattenseiten des Hafenjubilläums. Desorganisation, Fehlplanung und falsche Einschätzung des zu erwartenden Andrangs beim Feuerwerk sind schuld an einem Verkehrschaos ohne Beispiel.
Mit rund 200 000 „Sehleuten“ und 15 000 Kraftfahrzeugen wurde gerechnet, aber 800 000 und 80 000 Kraftfahrzeuge kamen!
Mit 200 000 Gästen wäre die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel erschöpft gewesen. Darüber waren sich alle Experten einig.
Die ersten Scheiben klirren
Wenige Minuten nach 20 Uhr klirren die ersten Scheiben von S-Bahn-Wagen. Man „steigt“ durch die Fenster ein und aus. Auf den Bahnsteigen kommt es zu schrecklichen Szenen. Mütter schreien nach ihren Kindern, alte Leute brechen erschöpft zusammen.
In aller Eile schickt die Hochbahn 140 Zusatzbusse zum Elbufer. Die meisten bleiben irgendwo stecken. Über Funk melden die Fahrer: „Es ist zu Ende-wir kommen nicht mehr weiter. Um 22 Uhr, nach dem „größten Feuerwerk seit 20 Jahren“, beginnt der Rückmarsch von der Elbe, während Unzählige noch auf dem Anmarsch sind. Das Chaos ist vollkommen.
Quelle: Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt


