Nachdem am letzten Wochenende in Hamburg das Alstervergnügen zu Ende ging, konnte man im laufe der Woche, der Tagespresse entnehmen, das irgend ein Buden – Betreiber sein altes Frittenfett in der Alster entsorgt hat.
Was für eine Sauerei! Denn jetzt schweben ca. 60 Alsterschwäne in akuter Lebensgefahr.
Bemerkt hat es der Schwanenvater Olaf Nieß auf einer seiner Kontrollfahrten. Bei einigen der Vögel, waren die Federn bereits so verdreckt, das der Rücken bereits unter Wasser war.
Wenn die Federn verklebt sind, saugen sie sich voll wie ein Schwamm. Die Vögel haben dann keinen Auftrieb mehr und ertrinken jämmerlich. Olaf Nieß startete mit seinen Helfern eine Rettungsaktion. Doch einige der Tiere, bekamen Panik und büxten immer wieder aus. Einer flog in Panik auf den Jungfernstieg und blieb auf der Straße sitzen. Die Vögel wurden nun erst einmal ins Winterquartier in den Eppendorfer Mühlenteich gebracht. Dort wird das Gefieder behutsam vom Schwanenvater gereinigt.
Doch heute kam die schlimme Nachricht. Einige der stolzen Tiere werden nicht überleben. Sie haben bereits so viel Fett im Magen – Darm – Trakt, dass sie Nahrung nicht mehr verwerten können. Es besteht die Gefahr, dass die Vögel verhungern. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass ca. 100 Liter Frittierfett in die Alster gekippt wurden. Den Vögeln wurden Federproben entnommen, die im Labor untersucht werden. Hoffentlich kommen die Beamten den Buden-Betreiber auf die Spur.
Info Alsterschwäne:
Die Alsterschwäne stehen seit dem 1600 Jahrhundert unter einem besonderen Schutz.
In einem Senatsmandat steht, „dass niemand die Schwäne auf der Alster beleidigen soll“.
Das Töten und Quälen der verehrten Tiere stand unter harter Strafe. Noch 1873 wurde alleine das stören und Füttern mit unverdaulicher Nahrung brütender Schwäne mit einer Geldbuße bis zu 50 Reichstalern geahndet.
von rikschadriver
in Hamburg
um
19:20
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