
Hamburg - Kontorhausviertel
Ton an?
Meine heutige Rundtour mit dem Mountainbike führt mich als erstes zu den Landungsbrücken am Hamburger Hafen. Hier am „Alten Elbtunnel“, der 1911 eröffnet wurde, fahre ich mit dem Fahrstuhl in 24m tiefe. Zwei Röhren a 6 Meter Durchmesser auf einer Länge von 426 Metern führen unter der Elbe hindurch auf die andere Seite. Drüben angekommen befinde ich mich im Hamburger Freihafen. Heute an einem Samstag ist hier im Freihafen so gut wie nichts los. Hin und wieder mal ein Auto aber das war es auch schon. Der Freihafen einmal aus einer anderen Sicht. Maschinen, Züge, Kräne stehen still, keine Container LKW `s kein Stress keine Hektik. Über die Elbbrücken, am U-Boot vorbei Richtung Innenstadt. Hier möchte ich mir heute einmal das Kontorhausviertel ansehen.
Als erstes schaue ich mir den Sprinkenhof an. Der Sprinkenhof wurde in drei Abschnitten von 1927 bis 1943 gebaut. Ca. 6 000 000 Backsteine wurden für den Bau verwendet. Es galt einmal als das größte Bürogebäude der Welt. Die gesamte Fassade ist mit einem Rautennetz aus Backsteinen überzogen. Verschiedene Zeichen von Handel, Seefahrt und Industrie schmücken das Rautennetz. Gleich gegenüber durch die Springeltwiete hindurch sieht man das Chilehaus. Ein imposanter Bau der die Form eines Schiffes hat.
Ca. 4 800 000 rote Ziegel und 750 Güterwagen voll Zement wurden für das Chilehaus verbaut. Der Kaufmann Henry Sloman gab den Auftrag für den Bau des riesigen Kontorhauses. Er verdiente sein Geld mit dem Handel von Salpeter aus Chile. Mit dem Bau wollte er die aufstrebende Macht der hanseatischen Wirtschaft nach dem ersten Weltkrieg demonstrieren. Seit 1983 steht das Chile Haus unter Denkmalschutz und gehört zum Weltkulturerbe. Durch die Speicherstadt immer am Hafenrand entlang fahre
ich nach Hause.
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