
Hamburg - Feuer Inferno
Verzweifelt kämpfen die Menschen in Griechenland, um ihre Häuser, ihr Hab und Gut und um ihre Heimat.
Bei den Bildern die zur Zeit in den Nachrichten laufen, kann man sich vieleicht ein wenig vorstellen wie es der Bevölkerung 1842 in Hamburg erging.
Deichstraße (1304)
in der Deichstraße 44 beim Cigarrenmacher Cohen begann in der Nacht vom 4. auf den 5.Mai 1842 der Große Brandt, der ein Drittel der Stadt vernichtete. Das Feuer entstand durch einen Brandtstifter.
Vorausgegngene Trockenheit und anhaltender Wind ließen dann ein Großfeuer entstehen, das sich Richtung Norden und Osten seinen Weg durch die Stadt fraß.
Nach dem morgentliche Hauptgottesdienst, stand bereits am Nachmittag um 16.00 Uhr der Turm der Nikolaikirche in Brandt.
Erst am morgen des 8. Mai 1842 kamen die Flammen zum Stillstand. Selbst die Sprengung des Alten Rathauses an der Trostbrücke hatte keine so große Schneise geschaffen, als daß sie den Brand hätte stoppen können.
51 Tote, 130 Verletzte, 1750 zerstörte Gebäude, 2 Kirchen und 20 000 Obdachlose Hamburgerinnen und Hamburger.
Die Nachricht vom Großen Brand wurde Zeitungsschlagzeile in ganz Europa, und von überall her erreichten spontane Hilfssendungen die Stadt.
Die Deichstraße ist mit ihren erhalten gebliebenden Fachwerkhäusern ein Symbol für das alte Hamburg geworden. Es stehen noch fünf Häuser aus dem 17. Jahrhundert. Die anderen Häuser wurden originalgetreu rekonstruiert.
Die Straße wurde vermutlich nach einem Deich benannt, den die ersten Siedler hier im 12. Jahrhundert errichteten.
Brandsende ( 1843 )
die nach dem Brand 1842 neu angelegte Straße bezeichnet die Stelle, an der das große Feuer kurz vor den Befestigungsanlagen zum Stillstand kam.


