Hamburg - Erinnerungen an die Kindheit

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Erinnerungen an die Kindheit.
Es muss so um 1971 gewesen sein.
Ich war damals 13 Jahre alt. Mein Kumpel Werner und ich hatten Schulferien.
In den Ferien besserten wir unser Taschengeld auf. Wir halfen bei seinem Vater auf der Hafenbarkasse „ Uwe“ .
Den Leuten beim ein- und aussteigen helfen, festmachen, die „Touris“ mit Bier und Cola versorgen, Deckschruppen u.s.w.
 Die Hafenbarkassen wurden damals  überwiegend zum Transport der Hafen- und Werftarbeiter von den Landungsbrücken zur Werft Blohm und Voss eingesetzt. Viele Barkassen waren offene Schiffe und führten den Gütertransport im Hafen durch. Seit den 60er Jahren wurden dann die Barkassen vermehrt zur Hafenrundfahrt eingesetzt. Nach und nach wurden die Barkassen dann überdacht.
Eines Sonntags morgens wollten wir noch Angeln. Um 3.30 Uhr sind wir dann runter zu den Landungsbrücken, dort unter der Brücke, wo die Barkassen festgemacht sind.
Das war unser Revier. Werner konnte ja gut Angeln, aber ich, ich hatte keine Ahnung. Na ja,… die Würmer waren zum Baden vorbereitet und am Haken in der Elbe.
Plötzlich erzählt mir Werner: „Mensch ich muss noch zum Fischmarkt und für Muttern Schollen kaufen“, ich komme gleich wieder!... Da stand ich nun mit meiner Erfahrung als Angler. Es dauerte auch nicht lange, und ich hatte einen Biss.
Einen Aal hatte ich dran. Nach dem er sich mehrmals um mein Handgelenk gewickelt, hatte musste er nun „dran glauben“.
Doch wie macht man das? Ach ja, die Angler betäuben den Fisch mit einem Schlag auf dem Kopf??? Doch womit??? Ach ja… die Fahrradpumpe geht!!! Hektik bricht aus….Nach mehreren Schlägen mit der Fahrradpumpe schwuppt das Viech  doch wieder in die Elbe zurück.
Eine Angel habe ich bis heute nie wieder angefasst. Ob der Aal noch lebt?
Oder ob er schon bei „Aale Dieter“ am Fischmarkt über den Tresen gegangen ist?
Ich weiß es  nicht .
 Den guten alten Barkassen geht es nun auch an den Kragen. Sie entsprechen nicht mehr den neusten Sicherheitsstandards. So werden sie wohl in den nächsten Jahren langsam von der Bildfläche verschwinden.
Schade!
 

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