Am 13. April 1962 begann im Neugegründeten Star – Club an der Großen Freiheit 39 ein neues Zeitalter der modernen Musik. Die pilzköpfigen Beatles reißen das junge Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Ihre Songs werden bald den Siegeszug um die Welt antreten.
1959 kamen vier junge Leute, zwischen 17 und 19 Jahren, alle aus den armen Vororten von Liverpool nach Hamburg.
Paul McCartney, George Harrison, John Lennon und Peter Best ( Ringo Starr kam erst 1962 für Best dazu).
Im Kaiser-Keller und im Indra – Club an der Reeperbahn traten die „vier“ für eine Gage von 180 Mark pro Woche, das macht 45 Mark pro Kopf, auf.
Zum Glück gehörte das Bambi – Kino an der Freiheit dem gleichen Besitzer; so konnten sie dort umsonst übernachten.
Ein paar Jahre später „machten“ die Beatles 100 Dollar pro Sekunde.
Aber das wusste 1962 noch niemand, weder der Star – Club Besitzer noch die Reporter und wohl nicht einmal Ihr Manager Brian Epstein, der sie nach ihren Erfolg in Hamburg in die Welt führte.
Erst 1966 kehrten die Beatles zur "Bravo Blitz Tournee" nach Hamburg zurück. Sie gaben zwei Gastspiele in der Ernst-Merck-Halle und waren mittlerweile so berühmt, dass sie 30 Kilometer vor den Toren der Stadt in Schloss Tremsbüttel bei Bargteheide übernachten mussten - mit Polizeischutz.
Hamburger Abendblatt 1966:
Drinnen Jubel – draußen Krawall
Zwei große Konzerte der Beatles in der Ernst-Merck-Halle in Hamburg endeten leider mit schweren Straßenkrawallen in der Innenstadt. Eine vielköpfige Horde Jugendlicher, die sich am Dammtorbahnhof zusammengerottet hatte, zog randalierend durch die Straßen. Um 23 Uhr wurden in der Mönckebergstraße von Radauhelden große Schaufensterscheiben eingeschlagen. Die Polizei hatte Großalarm.
- 117 Personen wurden vorläufig festgenommen
- elf davon standen heute früh vor dem Schnellrichter
- acht Polizeibeamte wurden bei Schlägereien verletzt.
- Zwei Personen wurden in Krankenhäuser gebracht.
Innensenator Heinz Ruhnau, Polizeipräsident Jürgen Frenzel und Kommandeur der Schutzpolizei, Martin Leddin, zum Hamburger Abendblatt: „Mit so schweren Ausschreitungen hatten wir nicht gerechnet.
Nun im Jahre 2008 soll in der Großen Freiheit/ Reeperbahn der Beatles Platz gebaut werden.
Rund 300 000 Euro kostet das Projekt das sich aus Spendengeldern und vielen Aktionen finanziert.
Wettbewerbsbeitrag von Dohse + Stich Architekten
Hamburg, im Juni 2006 Mitten in St. Pauli, am Anfang der "Großen Freiheit" soll ein Platz entstehen, der die Zeit der Beatles in Hamburg widerspiegelt und die Wichtigkeit der Stadt in der Entwicklung der Beatles aufzeichnet. Unsere Idee beinhaltet, den "Geist der Beatles" auf St. Pauli spürbar werden zu lassen und die Geschichte der Anfänge dieser großen Band, die so eng mit Hamburg verbunden war, darzustellen.
Aus diesem Grund stellen wir die Beatles in unserem Entwurf als Band während eines Live-Auftrittes dar. Um ihrer Zusammenstellung Anfang der 60er-Jahre Ausdruck zu verleihen, wurde Stuart hinzugestellt, etwas abgerückt und mit der Gitarre unter dem Arm betrachtet er die Band. Auf Grund des Abstraktionsgrades kann im Schlagzeuger sowohl Pete als auch Ringo erkannt werden. Auf einer Informationstafel am Rande der Skulptur wird die wechselnde Besetzung der Band erläutert. Die Skulpturen werden als Rahmen aus Edelstahl gefertigt und von innen beleuchtet. Es sind nur Umrisse zu erkennen. Innen sind die Figuren hohl, so dass sich ein Betrachter hineinstellen kann.
Der eigentliche Platz wird durch die Darstellung einer überdimensionalen Schallplatte gebildet, die von der Straße abgehoben auf dem Niveau des Gehweges liegt. Durch den einheitlichen Bodenbelag aus schwarzem Granit oder Basalt wird die jetzige T-Kreuzung erst zu einem städtischen Platz. Hier wird eine verkehrsberuhigte Zone entstehen. Vorgesehen ist die Schließung für den öffentlichen Verkehr, nur Taxen und Lieferverkehr dürfen den Platz weiterhin kreuzen. Der Platz wird ein beliebter Treffpunkt nicht nur für Beatles-Führungen werden und kann zu besonderen Veranstaltungen auch als Bühne für Konzerte dienen. Songtexte der Beatles werden als Schriftbänder aus Edelstahl in den Beton eingelassen, sie bilden die stilisierten Rillen der Schallplatte. Diese werden über den Platz hinaus als Schallwellen weitergeführt und kündigen somit den Beatles-Platz über die Reeperbahn hinweg an.
An besonderen Orten, z.B. dem Bambi Kino oder dem Star Club, dienen sie außerdem als Hinweis auf die Beatles. Die Textbänder werden auch an "Beatles-Orten" außerhalb St. Paulis auftauchen, so kann beispielsweise an der Hochschule für bildende Künste (HfbK) ein Textband auf Stuart Sutcliffe und sein Studium der Malerei in Hamburg hinweisen. Eingefasst wird der Platz durch ein riesiges Stroboskop, ein Stahlband mit eingelassenen quadratischen hinterleuchteten Feldern. Dem Gelände angepasst, dient es zur Reeperbahn hin ansteigend als Bank und im überfahrbaren Bereich als Rampe. Nachts schimmert ein diffuser Ring um den Platz, der insbesondere im Bereich der Bank eine einladende Atmosphäre schafft. Der Beatles-Platz wird, mit seinen Skulpturen und dem robusten aber edel wirkenden Material des Bodens, ein besonderer Ort für die Beatles und ihre Zeit in Hamburg werden.
von rikschadriver
in Touristentipp
um
20:43
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