Hamburg - Hafengeburtstag

Montag, 28. April 2008

Das erste „Großereignis“ in dieser Saison liegt hinter uns. Der Hamburg Marathon fand am Wochenende statt. 850 000 Zuschauer an der Strecke. Der Umzug des Start- Zielbereichs von der Messe auf dem Kiez, hat sich bewährt. Doch auf dem Kiez herrscht Waffenverbot, so musste sich auch Bürgermeister Ole von Beust daran halten, erstmalig wurde als „Startschuss“, eine „Startglocke“ eingesetzt. 850 000 Besucher, das bedeutet neuer Besucherrekord.
 
Nur knapp zwei Wochen Verschnaufpause, und schon steht das nächste Großereignis an.
Das größte Hafenfest der Welt, der „Hamburger Hafengeburtstag“, vom 9.- 12. Mai.
 
Aber warum feiert Hamburg eigentlich jedes Jahr seinen Hafen?
 
Am 7. Mai 1189 soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Stadt Hamburg den Freibrief ausgestellt haben, mit dem sich der Kaiser für die Unterstützung der Hamburger bei seinen Vorbereitungen für den 3. Kreuzzug in das Heilige Land unterstützen wollte. Den Freibrief erließ Friedrich Barbarossa auf das Betreiben von Adolf III., Graf von Schauenburg und Holstein (1160 bis 1225), am westlichen Alsterufer eine Handels- und Marktsiedlung gründete. Die Siedlung lag im Bereich der Neuen Burg. Graf Gustav Adolf III. beteiligte sich an dem Dritten Kreuzzug, kehrte von dort aber wieder zurück.
 
In dem Freibrief sind vier für Hamburg wichtige Punkte enthalten:
1. Bis zur Nordsee brauch Hamburg keine Zölle mehr zu zahlen.
2. Die Heerpflicht wurde aufgehoben, die Bürger von Hamburg mussten nur noch für den Schutz Hamburgs sorgen.
3. Im Umkreis von 15 Kilometern rund um Hamburg durfte keine weitere Burg errichtet werden.
4. Die Hamburger erhielten das Recht, Vieh zu halten, Fische zu fangen und Bäume zu roden.
Freibrief für Hamburg eine Fälschung?
Der Freibrief von Kaiser Friedrich Barbarossa ist nicht erhalten. Daher wurde 1265 eine heute noch vorhandene, vermutlich aber inhaltlich verfälschter Barbarossa-Freibrief angefertigt. Es gibt aber auch die Auffassung, dass es überhaupt keinen Freibrief von Friedrich Barbarossa gegeben hat, sondern die Geschichte von Anfang an von den Hamburgern Kaufleuten gefakt war, um sich so wichtige Privilegien zu sichern. Schließlich konnte Friedrich Barbarossa eine Ausstellung eines Freibriefs für die Stadt nicht mehr widersprechen. Er starb auf den Weg ins heilige Land am 10. Juni 1190 als er im Fluss Saleph in Anatolien ertrank.

Ungeachtet dessen feiern die Hamburger alljährlich am 7. Mai ihren Hafengeburtstag.
An Graf Adolf III., dem die Hamburger den Freibrief verdanken sollen, erinnert heute eine Statue auf der Trostbrücke in der Hamburger Altstadt. Sie wurde von Engelbert Pfeiffer (1830 bis 1896) erschaffen. Von ihm stammte auch die Statue die Angsgar von Bremen zeigen soll, diese ist ebenfalls auf der Trostbrücke in Hamburg zu finden. Die Trostbrücke verbindet seit 1266 die bischöfliche Stadt rund um den Bereich Domstraße, Petrikirche und die gräfliche Stadt, die von Gustav Adolf III. gegründet worden war.
Freibrief für Hamburg; Geschrieben am 12.1.2007, geschrieben von bellah
 
Hamburg damals 1964
775.Hafengeburtstag
Fehlplanung führte zu einem Chaos ohne Beispiel
Was fast 800 000 Hamburger am 8. Mai 1964 acht Stunden lang erlebten, gehört zu den Schattenseiten des Hafenjubilläums. Desorganisation, Fehlplanung und falsche Einschätzung des zu erwartenden Andrangs beim Feuerwerk sind schuld an einem Verkehrschaos ohne Beispiel.
Mit rund 200 000 „Sehleuten“ und 15 000 Kraftfahrzeugen wurde gerechnet, aber 800 000 und 80 000 Kraftfahrzeuge kamen!
Mit 200 000 Gästen wäre die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel erschöpft gewesen. Darüber waren sich alle Experten einig.
Die ersten Scheiben klirren
Wenige  Minuten nach 20 Uhr klirren die ersten Scheiben von S-Bahn-Wagen. Man „steigt“ durch die Fenster ein und aus. Auf den Bahnsteigen kommt es zu schrecklichen Szenen. Mütter schreien nach ihren Kindern, alte Leute brechen erschöpft zusammen.
In aller Eile schickt die Hochbahn 140 Zusatzbusse zum Elbufer. Die meisten bleiben irgendwo stecken. Über Funk melden die Fahrer: „Es ist zu Ende-wir  kommen nicht mehr weiter. Um 22 Uhr, nach dem „größten Feuerwerk seit 20 Jahren“, beginnt der Rückmarsch von der Elbe, während Unzählige noch auf dem Anmarsch sind. Das Chaos ist vollkommen.
 
Quelle: Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt

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Hamburg - Das letzet Stück Freiheit

Donnerstag, 17. Januar 2008

Einen interessanten Artikel fand ich heute in „Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt.“
 
Hamburg 1964
Ex Bundeskanzler und Innensenator Schmidt
 
Für den Mann ist das Auto das letzte Stück Freiheit
 
Innensenator Schmidt: Ein Auto kann so gefährlich sein wie eine entsicherte Maschinenpistole
-         Das Auto ist der letzte Rest Freiheit, der dem Menschen in der Massengesellschaft noch geblieben ist.
-         Hinter dem Lenkrad kann der Mensch sich noch einbilden, sein eigener Herr zu sein.
-         Der Mensch reagiert außerordentlich empfindlich, wenn ihm durch irgendwelche Eingriffe, etwa durch Polizeivorschriften,
dieses letzte Reservat von Freizügigkeiten genommen wird.
Hamburgs Innensenator Helmut Schmidt stellte diese Kernsätze – als Schlüssel für viele scheinbar unerklärliche Probleme des Straßenverkehrs – in den Mittelpunkt eines Vortrages vor dem Motor – Presse – Club. Der Verband hält zur Zeit seine Bundestagung in der Hansestadt ab.
Senator Schmidt sagt: „ Wann der Mensch morgens aufsteht, bestimmt nicht er, sondern der Betrieb. Er stellt das Radio an und hört die gleiche Sendung wie Hunderttausende. Er liest die gleiche Zeitung wie viele tausend andere. Was er im Betrieb tut, was er in der Kantine ist, unterliegt fremder Entscheidung.“
Der Mensch sei also unentrinnbar in das Kollektiv der Massengesellschaft eingespannt.
Nur ganz wenige Gelegenheiten blieben ihm, um in die Freiheit zu entrinnen. Und eine der besten sei das Automobil.
„ Wo sonst“ , sagt Schmidt, „als nur im Auto kann der Mensch noch eigene Entscheidungen fällen, eigene Entschlüsse fassen und
sie sogar in die Tat umsetzen? Wo sonst kann er noch jemand zum Gehorsam zwingen, und wenn es nur eine Maschine ist?
Und diese Herrschaft kann er sogar in aller Öffentlichkeit demonstrieren.“
Frage. „Wer oder was sonst als ein Motorfahrzeug gehorcht heute einem Mann noch bedingungslos?“
Diese, wie Schmidt sagt, „tief verwurzelten emotionalen Gründe“ sind die Erklärung für den Drang zum eigenen Wagen.
Damit hänge es auch zusammen, dass heute das Auto der Gradmesser des Sozialprestiges sei. Daher rühre auch die allergische Empfindlichkeit des Kraftfahrers gegenüber jeder Behinderung. „Zu enge Straßen, fehlende Parkplätze, Umleitungen und Baustellen sind hochexplosiver Zündstoff“ , sagt Schmidt. Hinzu kommt: „Jedem Menschen, der eine komplizierte Maschine bedient, unterläuft da von Zeit zu Zeit ein Fehler. Auch dem aufmerksamsten und korrektesten.“ Im Verkehr aber werden diese
Fehlleistungen als Gesetzesverletzung geahndet. „Kein Wunder“, sagt Schmidt, „dass der Betroffene sich innerlich dagegen sträubt, seine Pannen als kriminelles Delikt betrachtet zu wissen.“ Während die Polizei dem Bürger sonst als Freund und Helfer begegnet, hinter dem Lenkrad fühlt er sich von ihr als „potentieller Gesetzesbrecher“ betrachtet.
„Darunter leiden auch die Polizisten.“ Schmidt folgert: Verkehr ohne straffe Reglementierung ist nicht möglich. Der Kraftfahrer muss das einsehen. Entscheidend dabei: sich der Gefahren bewusst werden. „Ein Auto kann genauso gefährlich sein wie eine entsicherte Maschinenpistole.“
Darüber hinaus müsse bei der Straßenbaupolitik des Bundes ein Umdenken erfolgen. Die Vermehrung des Straßenraums, davon ist der Senator überzeugt, ist der Schlüssel zur Lösung aller Verkehrsprobleme. Alles andere seien Versuche, an den Symptomen herumzudoktern.
Hans W. Bruckmann
Hamburg Web

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Hamburg - Krankenwagen "entführt"

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Im Bademantel Krankenwagen "entführt".

Hamburg ..damals 1985
Das gab es noch nie: Ein kranker Mann im Bademantel entführte einen Rettungswagen!
Das kam so: Helmut S. aus Altona wurde mit Herzschmerzen ins Krankenhaus Eppendorf gebracht und sollte untersucht werden. „Aber es erschien stundenlang keiner. Ich hatte Schmerzen, bekam jedoch nichts, keine Tabletten, keine Spritze. Der Doktor vertröstete mich nur.“ Da packte den 62 jährigen der Zorn, und er bat eine Schwester, ihm ein Taxi zu besorgen. „Opi, das Taxi kommt gleich“, hieß es.
Doch als nichts passierte, wurde Helmut S. sauer und machte sich- im Bademantel- allein auf den Weg. Er hielt Autofahrer an und bat, ihn zu einem Taxistand zu bringen – vergeblich.
Die Besatzung des Krankenwagens Nr.6 vertröstete ihn: Noch ein wenig Geduld! Da reichte es ihm. In einem günstigen Augenblick setzte er sich selbst ans Steuer des Krankenwagens und fuhr nach Hause. Wenig später erschien die Polizei – um das Fahrzeug zurückzuholen.
 
 
Wahrscheinlich hatte der gute Mann nicht die richtige Krankenkasse.
 
Gelesen im Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt

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Hamburg - Zurück in die Zukunft!

Dienstag, 25. Dezember 2007

Hamburg damals 1952....

Ab Weihnachten: Jeden Abend zwei Stunden Fernsehen
Am ersten Weihnachtsfeiertag werden die Bildschirme der etwa 2000 Fernsehempfänger, die es im Bundesgebiet bisher gibt, zum ersten Mal ein durchgehendes Programm zeigen. Der Nordwestdeutsche Rundfunk strahlt künftig jeden Abend ein zweistündiges Fernsehprogramm aus. Eine neue Epoche im deutschen Rundfunk beginnt. Die Welt kommt künftig sichtbar und hörbar in unser Heim. Im tiefen Schnee war am Sonnabend Richtfest für das modernste Fernsehstudio Europas am Gazellenkamp hinter Hagenbeks Tierpark.
 
Als ich das „Ding“ zum ersten Mal sah, bekam ich einen Schreck. Es stand in der Ecke eines kleinen Lokals in Klein Flottbek und flackerte mit den Augen – oder besser: mit einem großen Auge, dem Fernsehauge. Der Bildschirm zeigte Leben.
Gelesen in Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt.
Kaum vorstellbar in der heutigen Medienlandschaft.

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Hamburg - Stapellauf der " Tina Onassis" !

Mittwoch, 31. Oktober 2007

www.rikschatours.de ...

Hamburg 1953... Mit der Eleganz und der Leichtigkeit einer Jacht glitt das Welt größte Tankschiff, der 45 000 - Tonnen-Koloß "Tina Onassis", ins Wasser. Der tosende Beifall von hunderttausend Gästen und Zuschauern galt der Schönheit des Schiffes und der Regie der Howaldtswerke, die dieses Meisterstück zustande gebracht haben.

So viele Menschen hat der Hafen seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Schon nach Geschäftsschluß waren Zehntausende auf den Beinen.

Die Tochter von Athina und Aristoteles " Tina Onassis ", drückte auf einen Knopf.

Die Flasche flog mit so viel Wucht gegen den Bug, daß die Zuschauer die Sektperlen auf dem Gesicht spürten. Beifall. Ein Schuß. Alexander, des Reeders Sohn, gab das Zeichen- let go- zum lösen der Stopper. Atemlose Stille auf der Werft und gegenüber, wo die Menschenmauer von Zuschauern stand. Dann Eisengeräusche. Nun bewegte sich der Koloß und glitt mit immer größerer Geschwindigkeit zu Wasser. Nach einer tiefen Verbeugung schwamm der Riese. Beifall und Hochrufe stiegen in den blauen Himmel hinein.

Ja, so war das damals 1953. Gelesen in der Hamburger Abendblatt Chronik.

Dazu paßt die heutige Meldung aus der Bild Hamburg.

Hier schwimmt ein Siebtel Schiff!

Im Zersägen von Frachtern sind die fixen Werftarbeiter von Blohm + Voss Weltklasse. Erst letztes Jahr wurden drei Papier - Frachter in Rekordzeit aufgeschnitten und verlängert.

Jetzt ist das erste Taumschiff dran - die 187,71 Meter lange " Norwegian Crowne", 1011 Passagiere. Das Schiff kommt am 15.November nach Hamburg und wird um rund 30 Meter Verlängert. 1700 Tonnen wiegt das hochhaushohe Segment das in das Schiff eingebaut wird. Also eine Art Stretchlimo für Schiffe.

Noch ein Tipp: Für alle Hamburger und Hamburg - Liebhaber.

Das Bild Hafenmagazin! Unbediengt besorgen, es ist wirklich gut gelungen.

 

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Hamburg - damals 1952 !

Montag, 29. Oktober 2007

www.rikschatours.de  ...Was kostet unser Auto?

Das Hamburger Abendblatt veröffentlichte 1952 eine genaue Auffstellung über Anschaffungspreis, stehende Kosten und Betriebskosten der gebräuchlichsten Personenkraftwagen.

Es kosten 1952 ab Werk:

Lloyd 3640 Mark, Volkswagen 4600 Mark, Opel Olympia 6000 Mark, Ford Taunus 7390 Mark, Borgward 8480 Mark, Daimler Benz 170 S 9450 Mark, der 220er 11750 Mark und die Krönung aller Automobile, der Mercedes 300 ganze 19900 Mark.

Als Betriebskosten ( Benzinpreis 0,68 Mark) wurden pro 100 Kilometer errechnet:

9,55 Mark für den Volkswagen und 17,39 Mark für den Mercedes 300.

Man beachte den Benzinpreis! Was für Zeiten.

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