Hamburg - Hafengeburtstag

Montag, 28. April 2008

Das erste „Großereignis“ in dieser Saison liegt hinter uns. Der Hamburg Marathon fand am Wochenende statt. 850 000 Zuschauer an der Strecke. Der Umzug des Start- Zielbereichs von der Messe auf dem Kiez, hat sich bewährt. Doch auf dem Kiez herrscht Waffenverbot, so musste sich auch Bürgermeister Ole von Beust daran halten, erstmalig wurde als „Startschuss“, eine „Startglocke“ eingesetzt. 850 000 Besucher, das bedeutet neuer Besucherrekord.
 
Nur knapp zwei Wochen Verschnaufpause, und schon steht das nächste Großereignis an.
Das größte Hafenfest der Welt, der „Hamburger Hafengeburtstag“, vom 9.- 12. Mai.
 
Aber warum feiert Hamburg eigentlich jedes Jahr seinen Hafen?
 
Am 7. Mai 1189 soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Stadt Hamburg den Freibrief ausgestellt haben, mit dem sich der Kaiser für die Unterstützung der Hamburger bei seinen Vorbereitungen für den 3. Kreuzzug in das Heilige Land unterstützen wollte. Den Freibrief erließ Friedrich Barbarossa auf das Betreiben von Adolf III., Graf von Schauenburg und Holstein (1160 bis 1225), am westlichen Alsterufer eine Handels- und Marktsiedlung gründete. Die Siedlung lag im Bereich der Neuen Burg. Graf Gustav Adolf III. beteiligte sich an dem Dritten Kreuzzug, kehrte von dort aber wieder zurück.
 
In dem Freibrief sind vier für Hamburg wichtige Punkte enthalten:
1. Bis zur Nordsee brauch Hamburg keine Zölle mehr zu zahlen.
2. Die Heerpflicht wurde aufgehoben, die Bürger von Hamburg mussten nur noch für den Schutz Hamburgs sorgen.
3. Im Umkreis von 15 Kilometern rund um Hamburg durfte keine weitere Burg errichtet werden.
4. Die Hamburger erhielten das Recht, Vieh zu halten, Fische zu fangen und Bäume zu roden.
Freibrief für Hamburg eine Fälschung?
Der Freibrief von Kaiser Friedrich Barbarossa ist nicht erhalten. Daher wurde 1265 eine heute noch vorhandene, vermutlich aber inhaltlich verfälschter Barbarossa-Freibrief angefertigt. Es gibt aber auch die Auffassung, dass es überhaupt keinen Freibrief von Friedrich Barbarossa gegeben hat, sondern die Geschichte von Anfang an von den Hamburgern Kaufleuten gefakt war, um sich so wichtige Privilegien zu sichern. Schließlich konnte Friedrich Barbarossa eine Ausstellung eines Freibriefs für die Stadt nicht mehr widersprechen. Er starb auf den Weg ins heilige Land am 10. Juni 1190 als er im Fluss Saleph in Anatolien ertrank.

Ungeachtet dessen feiern die Hamburger alljährlich am 7. Mai ihren Hafengeburtstag.
An Graf Adolf III., dem die Hamburger den Freibrief verdanken sollen, erinnert heute eine Statue auf der Trostbrücke in der Hamburger Altstadt. Sie wurde von Engelbert Pfeiffer (1830 bis 1896) erschaffen. Von ihm stammte auch die Statue die Angsgar von Bremen zeigen soll, diese ist ebenfalls auf der Trostbrücke in Hamburg zu finden. Die Trostbrücke verbindet seit 1266 die bischöfliche Stadt rund um den Bereich Domstraße, Petrikirche und die gräfliche Stadt, die von Gustav Adolf III. gegründet worden war.
Freibrief für Hamburg; Geschrieben am 12.1.2007, geschrieben von bellah
 
Hamburg damals 1964
775.Hafengeburtstag
Fehlplanung führte zu einem Chaos ohne Beispiel
Was fast 800 000 Hamburger am 8. Mai 1964 acht Stunden lang erlebten, gehört zu den Schattenseiten des Hafenjubilläums. Desorganisation, Fehlplanung und falsche Einschätzung des zu erwartenden Andrangs beim Feuerwerk sind schuld an einem Verkehrschaos ohne Beispiel.
Mit rund 200 000 „Sehleuten“ und 15 000 Kraftfahrzeugen wurde gerechnet, aber 800 000 und 80 000 Kraftfahrzeuge kamen!
Mit 200 000 Gästen wäre die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel erschöpft gewesen. Darüber waren sich alle Experten einig.
Die ersten Scheiben klirren
Wenige  Minuten nach 20 Uhr klirren die ersten Scheiben von S-Bahn-Wagen. Man „steigt“ durch die Fenster ein und aus. Auf den Bahnsteigen kommt es zu schrecklichen Szenen. Mütter schreien nach ihren Kindern, alte Leute brechen erschöpft zusammen.
In aller Eile schickt die Hochbahn 140 Zusatzbusse zum Elbufer. Die meisten bleiben irgendwo stecken. Über Funk melden die Fahrer: „Es ist zu Ende-wir  kommen nicht mehr weiter. Um 22 Uhr, nach dem „größten Feuerwerk seit 20 Jahren“, beginnt der Rückmarsch von der Elbe, während Unzählige noch auf dem Anmarsch sind. Das Chaos ist vollkommen.
 
Quelle: Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt

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Hamburg - Altes Video und Fotomaterial

Freitag, 21. März 2008

Dachbodenfund
 
Endlich habe ich es einmal geschafft unseren Dachboden aufzuräumen.
Kommen doch so beim aufräumen diverse alte Videos und Fotoalben aus analogen Zeiten zum Vorschein.
Einiges habe ich mir davon schon angeschaut. Musste ich doch schmunzeln.
 
Die gute alte Zeit!
Jetzt habe ich damit angefangen das ganze Material zu digitalisieren.
Das wird bestimmt noch einige Zeit in Anspruch nehmen…... bei der Menge!
Mit den Möglichkeiten von Magix habe ich einmal versucht einen kleines Filmchen oder Slideshow zu erstellen.
Dabei ist nun das Filmchen „Oldtimer“ entstanden.
Die Videoaufnahmen stammen aus dem Jahr September 2000 und sind im Hamburger Stadtpark entstanden. Das ganze ist mit neueren Bildmaterial einwenig aufgepeppt.

Oldtimer - MyVideo

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Hamburg - Das letzet Stück Freiheit

Donnerstag, 17. Januar 2008

Einen interessanten Artikel fand ich heute in „Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt.“
 
Hamburg 1964
Ex Bundeskanzler und Innensenator Schmidt
 
Für den Mann ist das Auto das letzte Stück Freiheit
 
Innensenator Schmidt: Ein Auto kann so gefährlich sein wie eine entsicherte Maschinenpistole
-         Das Auto ist der letzte Rest Freiheit, der dem Menschen in der Massengesellschaft noch geblieben ist.
-         Hinter dem Lenkrad kann der Mensch sich noch einbilden, sein eigener Herr zu sein.
-         Der Mensch reagiert außerordentlich empfindlich, wenn ihm durch irgendwelche Eingriffe, etwa durch Polizeivorschriften,
dieses letzte Reservat von Freizügigkeiten genommen wird.
Hamburgs Innensenator Helmut Schmidt stellte diese Kernsätze – als Schlüssel für viele scheinbar unerklärliche Probleme des Straßenverkehrs – in den Mittelpunkt eines Vortrages vor dem Motor – Presse – Club. Der Verband hält zur Zeit seine Bundestagung in der Hansestadt ab.
Senator Schmidt sagt: „ Wann der Mensch morgens aufsteht, bestimmt nicht er, sondern der Betrieb. Er stellt das Radio an und hört die gleiche Sendung wie Hunderttausende. Er liest die gleiche Zeitung wie viele tausend andere. Was er im Betrieb tut, was er in der Kantine ist, unterliegt fremder Entscheidung.“
Der Mensch sei also unentrinnbar in das Kollektiv der Massengesellschaft eingespannt.
Nur ganz wenige Gelegenheiten blieben ihm, um in die Freiheit zu entrinnen. Und eine der besten sei das Automobil.
„ Wo sonst“ , sagt Schmidt, „als nur im Auto kann der Mensch noch eigene Entscheidungen fällen, eigene Entschlüsse fassen und
sie sogar in die Tat umsetzen? Wo sonst kann er noch jemand zum Gehorsam zwingen, und wenn es nur eine Maschine ist?
Und diese Herrschaft kann er sogar in aller Öffentlichkeit demonstrieren.“
Frage. „Wer oder was sonst als ein Motorfahrzeug gehorcht heute einem Mann noch bedingungslos?“
Diese, wie Schmidt sagt, „tief verwurzelten emotionalen Gründe“ sind die Erklärung für den Drang zum eigenen Wagen.
Damit hänge es auch zusammen, dass heute das Auto der Gradmesser des Sozialprestiges sei. Daher rühre auch die allergische Empfindlichkeit des Kraftfahrers gegenüber jeder Behinderung. „Zu enge Straßen, fehlende Parkplätze, Umleitungen und Baustellen sind hochexplosiver Zündstoff“ , sagt Schmidt. Hinzu kommt: „Jedem Menschen, der eine komplizierte Maschine bedient, unterläuft da von Zeit zu Zeit ein Fehler. Auch dem aufmerksamsten und korrektesten.“ Im Verkehr aber werden diese
Fehlleistungen als Gesetzesverletzung geahndet. „Kein Wunder“, sagt Schmidt, „dass der Betroffene sich innerlich dagegen sträubt, seine Pannen als kriminelles Delikt betrachtet zu wissen.“ Während die Polizei dem Bürger sonst als Freund und Helfer begegnet, hinter dem Lenkrad fühlt er sich von ihr als „potentieller Gesetzesbrecher“ betrachtet.
„Darunter leiden auch die Polizisten.“ Schmidt folgert: Verkehr ohne straffe Reglementierung ist nicht möglich. Der Kraftfahrer muss das einsehen. Entscheidend dabei: sich der Gefahren bewusst werden. „Ein Auto kann genauso gefährlich sein wie eine entsicherte Maschinenpistole.“
Darüber hinaus müsse bei der Straßenbaupolitik des Bundes ein Umdenken erfolgen. Die Vermehrung des Straßenraums, davon ist der Senator überzeugt, ist der Schlüssel zur Lösung aller Verkehrsprobleme. Alles andere seien Versuche, an den Symptomen herumzudoktern.
Hans W. Bruckmann
Hamburg Web

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Hamburg - Beatles - Platz!

Samstag, 5. Januar 2008

Am 13. April 1962 begann im Neugegründeten Star – Club an der Großen Freiheit 39 ein neues Zeitalter der modernen Musik. Die pilzköpfigen Beatles reißen das junge Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Ihre Songs werden bald den Siegeszug um die Welt antreten.
 
1959 kamen vier junge Leute, zwischen 17 und 19 Jahren, alle aus den armen Vororten von Liverpool nach Hamburg.
Paul McCartney, George Harrison, John Lennon und Peter Best ( Ringo Starr kam erst 1962 für Best dazu).
Im Kaiser-Keller und im Indra – Club an der Reeperbahn traten die „vier“ für eine Gage von 180 Mark pro Woche, das macht 45 Mark pro Kopf, auf.
Zum Glück gehörte das Bambi – Kino an der Freiheit dem gleichen Besitzer; so konnten sie dort umsonst übernachten.
Ein paar Jahre später „machten“ die Beatles 100 Dollar pro Sekunde.
Aber das wusste 1962 noch niemand, weder der Star – Club Besitzer noch die Reporter und wohl nicht einmal Ihr Manager Brian Epstein, der sie nach ihren Erfolg in Hamburg in die Welt führte.
Erst 1966 kehrten die Beatles zur "Bravo Blitz Tournee" nach Hamburg zurück. Sie gaben zwei Gastspiele in der Ernst-Merck-Halle und waren mittlerweile so berühmt, dass sie 30 Kilometer vor den Toren der Stadt in Schloss Tremsbüttel bei Bargteheide übernachten mussten - mit Polizeischutz.
 
Hamburger Abendblatt 1966:
 
Drinnen Jubel – draußen Krawall
Zwei große Konzerte der Beatles in der Ernst-Merck-Halle in Hamburg endeten leider mit schweren Straßenkrawallen in der Innenstadt. Eine vielköpfige Horde Jugendlicher, die sich am Dammtorbahnhof zusammengerottet hatte, zog randalierend durch die Straßen. Um 23 Uhr wurden in der Mönckebergstraße von Radauhelden große Schaufensterscheiben eingeschlagen. Die Polizei hatte Großalarm.
-         117 Personen wurden vorläufig festgenommen
-         elf davon standen heute früh vor dem Schnellrichter
-         acht Polizeibeamte wurden bei Schlägereien verletzt.
-         Zwei Personen wurden in Krankenhäuser gebracht.
Innensenator Heinz Ruhnau, Polizeipräsident Jürgen Frenzel und Kommandeur der Schutzpolizei, Martin Leddin, zum Hamburger Abendblatt: „Mit so schweren Ausschreitungen hatten wir nicht gerechnet.
 
Nun im Jahre 2008 soll in der Großen Freiheit/ Reeperbahn der Beatles Platz gebaut werden.
Rund 300 000 Euro kostet das Projekt das sich aus Spendengeldern und vielen Aktionen finanziert.
 
Wettbewerbsbeitrag von Dohse + Stich Architekten

Hamburg, im Juni 2006 Mitten in St. Pauli, am Anfang der "Großen Freiheit" soll ein Platz entstehen, der die Zeit der Beatles in Hamburg widerspiegelt und die Wichtigkeit der Stadt in der Entwicklung der Beatles aufzeichnet. Unsere Idee beinhaltet, den "Geist der Beatles" auf St. Pauli spürbar werden zu lassen und die Geschichte der Anfänge dieser großen Band, die so eng mit Hamburg verbunden war, darzustellen.

Aus diesem Grund stellen wir die Beatles in unserem Entwurf als Band während eines Live-Auftrittes dar. Um ihrer Zusammenstellung Anfang der 60er-Jahre Ausdruck zu verleihen, wurde Stuart hinzugestellt, etwas abgerückt und mit der Gitarre unter dem Arm betrachtet er die Band. Auf Grund des Abstraktionsgrades kann im Schlagzeuger sowohl Pete als auch Ringo erkannt werden. Auf einer Informationstafel am Rande der Skulptur wird die wechselnde Besetzung der Band erläutert. Die Skulpturen werden als Rahmen aus Edelstahl gefertigt und von innen beleuchtet. Es sind nur Umrisse zu erkennen. Innen sind die Figuren hohl, so dass sich ein Betrachter hineinstellen kann.

Der eigentliche Platz wird durch die Darstellung einer überdimensionalen Schallplatte gebildet, die von der Straße abgehoben auf dem Niveau des Gehweges liegt. Durch den einheitlichen Bodenbelag aus schwarzem Granit oder Basalt wird die jetzige T-Kreuzung erst zu einem städtischen Platz. Hier wird eine verkehrsberuhigte Zone entstehen. Vorgesehen ist die Schließung für den öffentlichen Verkehr, nur Taxen und Lieferverkehr dürfen den Platz weiterhin kreuzen. Der Platz wird ein beliebter Treffpunkt nicht nur für Beatles-Führungen werden und kann zu besonderen Veranstaltungen auch als Bühne für Konzerte dienen. Songtexte der Beatles werden als Schriftbänder aus Edelstahl in den Beton eingelassen, sie bilden die stilisierten Rillen der Schallplatte. Diese werden über den Platz hinaus als Schallwellen weitergeführt und kündigen somit den Beatles-Platz über die Reeperbahn hinweg an.

An besonderen Orten, z.B. dem Bambi Kino oder dem Star Club, dienen sie außerdem als Hinweis auf die Beatles. Die Textbänder werden auch an "Beatles-Orten" außerhalb St. Paulis auftauchen, so kann beispielsweise an der Hochschule für bildende Künste (HfbK) ein Textband auf Stuart Sutcliffe und sein Studium der Malerei in Hamburg hinweisen. Eingefasst wird der Platz durch ein riesiges Stroboskop, ein Stahlband mit eingelassenen quadratischen hinterleuchteten Feldern. Dem Gelände angepasst, dient es zur Reeperbahn hin ansteigend als Bank und im überfahrbaren Bereich als Rampe. Nachts schimmert ein diffuser Ring um den Platz, der insbesondere im Bereich der Bank eine einladende Atmosphäre schafft. Der Beatles-Platz wird, mit seinen Skulpturen und dem robusten aber edel wirkenden Material des Bodens, ein besonderer Ort für die Beatles und ihre Zeit in Hamburg werden.
Weitere Infos und Bilder unter: http://www.beatles-platz.de/

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Hamburg - Krankenwagen "entführt"

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Im Bademantel Krankenwagen "entführt".

Hamburg ..damals 1985
Das gab es noch nie: Ein kranker Mann im Bademantel entführte einen Rettungswagen!
Das kam so: Helmut S. aus Altona wurde mit Herzschmerzen ins Krankenhaus Eppendorf gebracht und sollte untersucht werden. „Aber es erschien stundenlang keiner. Ich hatte Schmerzen, bekam jedoch nichts, keine Tabletten, keine Spritze. Der Doktor vertröstete mich nur.“ Da packte den 62 jährigen der Zorn, und er bat eine Schwester, ihm ein Taxi zu besorgen. „Opi, das Taxi kommt gleich“, hieß es.
Doch als nichts passierte, wurde Helmut S. sauer und machte sich- im Bademantel- allein auf den Weg. Er hielt Autofahrer an und bat, ihn zu einem Taxistand zu bringen – vergeblich.
Die Besatzung des Krankenwagens Nr.6 vertröstete ihn: Noch ein wenig Geduld! Da reichte es ihm. In einem günstigen Augenblick setzte er sich selbst ans Steuer des Krankenwagens und fuhr nach Hause. Wenig später erschien die Polizei – um das Fahrzeug zurückzuholen.
 
 
Wahrscheinlich hatte der gute Mann nicht die richtige Krankenkasse.
 
Gelesen im Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt

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Hamburg - Zurück in die Zukunft!

Dienstag, 25. Dezember 2007

Hamburg damals 1952....

Ab Weihnachten: Jeden Abend zwei Stunden Fernsehen
Am ersten Weihnachtsfeiertag werden die Bildschirme der etwa 2000 Fernsehempfänger, die es im Bundesgebiet bisher gibt, zum ersten Mal ein durchgehendes Programm zeigen. Der Nordwestdeutsche Rundfunk strahlt künftig jeden Abend ein zweistündiges Fernsehprogramm aus. Eine neue Epoche im deutschen Rundfunk beginnt. Die Welt kommt künftig sichtbar und hörbar in unser Heim. Im tiefen Schnee war am Sonnabend Richtfest für das modernste Fernsehstudio Europas am Gazellenkamp hinter Hagenbeks Tierpark.
 
Als ich das „Ding“ zum ersten Mal sah, bekam ich einen Schreck. Es stand in der Ecke eines kleinen Lokals in Klein Flottbek und flackerte mit den Augen – oder besser: mit einem großen Auge, dem Fernsehauge. Der Bildschirm zeigte Leben.
Gelesen in Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt.
Kaum vorstellbar in der heutigen Medienlandschaft.

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Hamburg- 1. Auto - Demo gegen Spritpreise

Montag, 3. Dezember 2007

www.rikschatours.de  "Jetzt reicht`s"!  Wut- Demo gegen Sprit Wucher.

Am Wochenende protestierten Hamburger zum ersten Mal massiv gegen die hohen Spritpreise.

Laut  hupend rollten am Samstag rund 40 Fahrzeuge durch die Mönckebergstr.

Begleitet vom Applaus hunderter Passanten machten Autofahrer ihrer Wut Luft. Aus  den Seitenfenstern flatterten Transparente, viele hatten Parolen auf Blech gemalt.

"Jetzt reicht`s"

Stimmen der Demostranten: Ich bin froh wenn ich zur Arbeit und zurück komme. Ich bin auf das Auto angewiesen. Ich kann mir den Sprit kaum noch leisten. Diese oder änliche Aussagen hörte man immer wieder.

Mit - Organisator Werner Stemman : Die Aktion ist erst der Anfang, beim nächsten mal werden wir wesentlich mehr sein. Wir werden nicht locker lassen, bis die Spritpreise gesenkt werden.

 

War die Demo doch vorher nicht in den Medien angekündigt worden.

Schön wäre es, man hätte vorab in der Tagespresse davon erfahren. Ich hätte mich spontan der Demo angeschlossen.

Vieleicht macht die Hamburger Demo Schule, und in anderen Städten laufen ähnliche Aktionen.

Wer kann, sollte auf das Auto verzichten, wie wäre es mit einem freiwilligen autofreien Sonntag. Solche Aktionen würden Garantiert die Spritpreise senken.

Damals:

25. November 1973 der erste "autofreie Sonntag".

Am Wochenende blieben die meisten Tankstellen geschlossen.

 Der " autofreie Sonntag " wurde verordnet. Es gab noch drei weitere im Dezember 1973, dann kehrte man, bei teurer gewordenen Benzin, zur Normalität zurück.

 

 

 symbolisch "sonntags Autos an die Kette "

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Hamburg - Quiz Teil 4.

Samstag, 17. November 2007

 

Wieder einmal ein selbst ausgedachtes Quiz. Die Lösung ganz nach unten Scrollen.

Frage 1:

Was ist eine Handeule?

a: Eine Handeule ist im Hamburger "Tierpark Hagenbeck" eine zahme Eule die den Besuchern auf die Schulter gesetzt wird, um z.b. Fotos zu machen.

b: Eine Handeule bezeichnet man in Hamburg einen Auffeger mit kurzem Griff. Das Wort "Uhl" ist der plattdeutsche Name der Eule, deren Flügel vermutlich einmal als Handfeger verwendet wurden. Das dazu gehörende Kehrblech heißt Schaufel, ein Wort, das in Hamburg generell für " Schippe " steht. Im alten Hamburg wurden die Kehrbleche mit langem oder kurzem Griff dementsprechend auch als Lange und Kurze Uhle unterschieden.

c: Als Handeule  bezeichnen "Hamburger Polizisten" die Kelle mit der bei Verkehrskontrollen die Fahrzeuge heraus gewunken werden.

d: In Hamburg bezeichnen die Kinder ihre Laternen als " Handeule " , im alten Hamburg " Handuhle ".

Frage 2:

Was sind Inschespiele?

a: Inschespiele sind Indianerspiele der Kinder.

b: Inschespiele bezeichnet man auf dem Hamburger Kiez "illegale Glücksspiele".

c: Inschespiele bezeichnet man in der Hamburger Spielbank " insider Spiele".

d: Inschespiele sind eine Art Eishockey, die die Hamburger Kinder auf der zugefrorenen Alster spielen.

 

Frage 3:

Was bezeichnet man mit  " Wittkittel"?

a:  So bezeichnet man die Hamburger " Ärzte ".

b:  Wittkittel hießen nach ihren weißen Mänteln die Hamburger Feuerwehrleute früherer Zeiten.

c: Wittkittel nennt man in Hamburg die Apotheker!

d: Wittkittel nannte man in früher Zeiten, die Pfleger einer Irrenanstalt.

Auflösung - Hamburg Quiz Teil 4.
Frage 1.: b:
Frage 2.: a:
Frage 3.: b: 

 

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Hamburg - Nach Katastrophen Sommer jetzt Katastrophen Winter?

Donnerstag, 1. November 2007

www.rikschatours.de ...Kommt jetzt nach dem Katastrophen - Sommer wieder ein Jahrhundert Winter ? Der Winter steht vor der Tür. Das Wetter wird immer verrückter. Kommt nach diesem miesem Sommer jetzt etwa wieder der Jahrhundertschnee:

Rückblick: Ende Dezember 1978 lag Norddeutschland unter einer Schneedecke. Es gab den kältesten Januar seit 1940 mit Temperaturen, die bis auf minus 20,8 Grad absackten.

 

Als man Mitte Februar zu hoffen begann, daß es endlich wärmer werden könnte, kam der

" Jahrhundertschnee ".

Alle Räder standen still....am 15.Februar 1979 gab es in Hamburg keine Fahrpläne mehr.

Kein Flugzeug landete oder startete in Hamburg mehr. Alle Verkehrsadern waren dicht.

Wer abends von der Arbeit nach Hause wollte, hatte Probleme.

120 Schneepflüge, 30 Unimog- Räumfahrzeuge, 90 Schaufellader und 70 Lastkraftwagen konnten nicht so schnell räumen wie der Schnee fiel.

 

Für mich stand meine Einberufung zur Bundeswehr in Bad Segeberg bevor. Nur wie sollte ich dort hinkommen. Es herschte Fahrverbot! Die Züge fuhren nicht mehr.

Ein Versuch, für meinen alten VW Käfer noch Schneeketten zu bekommen, scheiterten kläglich. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war in unserer kleinen Straße der Käfer dann nicht mehr zu sehen. Mit Schaufel, Schneeschieber bewappnet machte ich mich dann an die Arbeit das gute Stück freizuschaufeln.

Nach mehren Stunden ist es mir dann gelungen den Hörby bis zur nächsten Haupstraße zu befördern. Am Montag wurde dann das Fahrverbot aufgehoben, und ich konnte mich auf den Weg nach Bad Segeberg machen.

Aber auf dem Weg dorthin, nur ungläubiges Kopfschütteln. Wie schwer hatte es nur die Schleswig - Holsteiner getroffen. Die Straßen rechts und links mit Meterhohen Schneeverwehungen. Man hatte das Gefühl durch einen Tunnel aus Schnee zu fahren.

Viele Dörfer waren von der Umwelt abgeschnitten. Diese Bilder werde ich nie vergessen.

Wollen wir hoffe das es diesen Winter nicht wieder so schlimm wird.

 

Foto Vierzig Jahre Hamburger Abendblatt

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Hamburg - Stapellauf der " Tina Onassis" !

Mittwoch, 31. Oktober 2007

www.rikschatours.de ...

Hamburg 1953... Mit der Eleganz und der Leichtigkeit einer Jacht glitt das Welt größte Tankschiff, der 45 000 - Tonnen-Koloß "Tina Onassis", ins Wasser. Der tosende Beifall von hunderttausend Gästen und Zuschauern galt der Schönheit des Schiffes und der Regie der Howaldtswerke, die dieses Meisterstück zustande gebracht haben.

So viele Menschen hat der Hafen seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Schon nach Geschäftsschluß waren Zehntausende auf den Beinen.

Die Tochter von Athina und Aristoteles " Tina Onassis ", drückte auf einen Knopf.

Die Flasche flog mit so viel Wucht gegen den Bug, daß die Zuschauer die Sektperlen auf dem Gesicht spürten. Beifall. Ein Schuß. Alexander, des Reeders Sohn, gab das Zeichen- let go- zum lösen der Stopper. Atemlose Stille auf der Werft und gegenüber, wo die Menschenmauer von Zuschauern stand. Dann Eisengeräusche. Nun bewegte sich der Koloß und glitt mit immer größerer Geschwindigkeit zu Wasser. Nach einer tiefen Verbeugung schwamm der Riese. Beifall und Hochrufe stiegen in den blauen Himmel hinein.

Ja, so war das damals 1953. Gelesen in der Hamburger Abendblatt Chronik.

Dazu paßt die heutige Meldung aus der Bild Hamburg.

Hier schwimmt ein Siebtel Schiff!

Im Zersägen von Frachtern sind die fixen Werftarbeiter von Blohm + Voss Weltklasse. Erst letztes Jahr wurden drei Papier - Frachter in Rekordzeit aufgeschnitten und verlängert.

Jetzt ist das erste Taumschiff dran - die 187,71 Meter lange " Norwegian Crowne", 1011 Passagiere. Das Schiff kommt am 15.November nach Hamburg und wird um rund 30 Meter Verlängert. 1700 Tonnen wiegt das hochhaushohe Segment das in das Schiff eingebaut wird. Also eine Art Stretchlimo für Schiffe.

Noch ein Tipp: Für alle Hamburger und Hamburg - Liebhaber.

Das Bild Hafenmagazin! Unbediengt besorgen, es ist wirklich gut gelungen.

 

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Hamburg - damals 1952 !

Montag, 29. Oktober 2007

www.rikschatours.de  ...Was kostet unser Auto?

Das Hamburger Abendblatt veröffentlichte 1952 eine genaue Auffstellung über Anschaffungspreis, stehende Kosten und Betriebskosten der gebräuchlichsten Personenkraftwagen.

Es kosten 1952 ab Werk:

Lloyd 3640 Mark, Volkswagen 4600 Mark, Opel Olympia 6000 Mark, Ford Taunus 7390 Mark, Borgward 8480 Mark, Daimler Benz 170 S 9450 Mark, der 220er 11750 Mark und die Krönung aller Automobile, der Mercedes 300 ganze 19900 Mark.

Als Betriebskosten ( Benzinpreis 0,68 Mark) wurden pro 100 Kilometer errechnet:

9,55 Mark für den Volkswagen und 17,39 Mark für den Mercedes 300.

Man beachte den Benzinpreis! Was für Zeiten.

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