
Hamburg - Feuerwehreinsatz
Freitag, 4. Juli 2008



Gestern ist die Zeit stehen geblieben! Die Uhr im Turm des Hamburger Rathauses ist stehen geblieben. Ein Technisches Problem. Denn die Uhr läuft Mechanisch, über den Zeiger wird das Glockenspiel ausgelöst. Es konnte nicht so schnell ein Ersatzteil beschafft werden.

Mein "Rikscha" Jahresrückblick 2007:
Ton an ? Während Ihr diese Zeilen lest, könnt Ihr nebenbei mein Top Hamburg Lied hören.
April 2007 - Die Saison beginnt mit einem Schock!
In der Presse ist zu lesen- Den Velotaxis droht das aus! Denn Hauptsponsor Vattenfall zieht sich zurück Plötzlich sind 11 Rikschas ohne Werbung. Für den Betreiber Trimotion und ca. 60 Fahrern ein Schock Denn die Firma finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
Die Saison rollt an. Die ersten Wochenenden laufen für mich überraschend gut.
Am 20.April dann das erste Mega - Event: Die Schiffstaufe der AidaDiva.
600 Meter hohes Feuerwerk für die "AidaDiva"
Hamburg macht seinem Ruf als Kreuzfahrtschiff-verrückte Metropole alle Ehre. Zur Taufe des neuen Clubschiffs "AidaDiva" hat ein Künstler eine gigantische Laser- und Feuerwerkshow entworfen. Die Hansestadt hoffte auf Millionen-Umsatz durch Seh-Leute.
Ausnahmesituation auch für uns Rikschafahrer. Gegen 17 Uhr wird es an den Landungsbrücken immer voller. Pendelverkehr zwischen Landungsbrücken und dem Kreuzfahrtterminal am Grassbrock. Man kann sich vor Fahrgästen kaum retten. Normalerweise sind wir ab 20 Uhr im Depot. Doch heute bleiben die meisten bis 23 Uhr draußen. Wer interesse hat, hier ein paar Videos zur Schiffstaufe. Die komplette Schiffsstaufe in drei Teilen, Gänsehaut pur. AIDAdiva Taufe Teil 3/3 - MyVideo
AIDAdiva Taufe Teil 2/3 - MyVideo
AIDAdiva Taufe Teil 1/3 - MyVideo
Schiffstaufe AidaDiva - MyVideo
Mai 2007- Das nächste Mega ? Event steht an. Der Hafengeburtstag !
Am Samstag war ich so gegen 12 Uhr auf dem Rathausmarkt, und warte auf Fahrgäste. Ich stehe kaum 5 Minuten schon habe ich die ersten Fahrgäste. Für mich entwickelte sich dieser Tag zur absoluten Ausnahmesituation. Fahrgäste am laufenden Band. In der fünften Saison als Velotaxifaher habe ich so etwas noch nicht erlebt. Ohne Pause fahre ich bis abends so gegen 20 Uhr. Völlig fertig komme ich im Depot an. Ich glaube ich habe zum ersten mal so etwas wie einen Hunger Ast. Um noch den Weg nach Hause zu schaffen muss ich erst einmal in den nächsten Supermarkt, und mir Isodrinks und Müsliriegel holen.
Endlich zu Hause angekommen, bekomme ich als erstes von meiner Frau zu hören, wie siehst du denn aus? Eine Dusche, ein Bier und das Sofa gehört mir. Völlig erschöpft schlafe ich auf dem Sofa ein.
Juli 2007 - Zum vierten Mal finden die Harley Days in Hamburg statt. Rund 700 000 werden erwartet, und wollen auf dem Heiligengeistfeld und der Glacischaussee feiern. Doch eine Anwohnerin hatte geklagt. Das Ergebnis ist nun, das es am Freitag zwischen 22 und 23 Uhr nicht lauter als 65 Dezibel und am Samstag zwischen 23 und 24 Uhr nicht lauter als 60 Dezibel werden darf. Dieser Lärmpegel entspricht einer lauten Unterhaltung.
Wie soll das denn gehen?
Was für eine Party. Die Stadt war mit Touristen und Harley Fahrern überfüllt. Am Freitagnachmittag begann dann auch endlich das schöne Wetter. Wir, die Velotaxifahrer, konnten uns vor Fahrten nicht mehr retten. Einer unserer Velotaxifahrer hat es gewagt..... Mit der Rikscha und Fahrgästen mitten durch die Harleyparade. Großes gejole beim Publikum.
Ich hatte eine Gebuchte Tour mit einer Frau und ihrer Tochter aus Ulm. Ihr Hotel lag mitten auf der Reeperbahn. Harleys ohne Ende, Menschenmassen, der absolute Wahnsinn. So etwas hatten die beiden noch nie erlebt.
Zwei Videos die mir besonders gut gefallen.
Harley Days2007,Hamburg - MyVideo
Harley Days Hamburg 2007 - MyVideo
August 2007 - Alstervergnügen, Vattenfall Cyclassics und natürlich die Triathlon WM stehen an. Ein Großereignis nach dem anderen. So schön wie die Sportveranstaltungen sind, aber für die Rikschas sind zu viele Straßen gesperrt. Trotzdem, Hamburg ist Sportstadt, und das ist auch gut so.
Eine besondere Velotaxitour war sicherlich die Fahrt mit " Mörtel Lugner" und Kamerateam vom Österreichischen Fernsehsender ATV. Siehe auch mein Blog " Mörtel Lugner"
September 2007 - Eine neue Erfahrung !
Zum ersten Mal mache ich geführte Fahrradtouren durch Hamburg. Und ich muss sagen das bringt richtig spaß. In kleineren Gruppen mit dem Fahrrad durch Hamburg. Die schönsten Aussichtspunkte, Hinterhöfe, Speichertstadt, neue HafenCity all das geht mit dem Fahrrad am besten.
Oktober 2007 - Die Saison geht zu ende. Für die Rikschas gibt es immer noch nicht genügend Werbepartner. Also warten wir einmal ab was die Saison 2008 neues bringt.
In diesem Sinne wünsche ich allen Frohe Weihnachten und ein Frohes neues Jahr!

Meine heutige Tour mit dem Fahrrad führt mich über den Volkspark zum Forst Klövensteen. Von dort fahre ich zur Elbe. Hier, oberhalb des emaligen Campingplatzes, am Falkensteiner Ufer hat man eine Wunderschöne Aussicht über die Elbe. Ich fahre weiter, immer am Elbufer entlang, Richtung Innenstadt. Mein heutiges Ziel ist das Hamburger Rathaus. Ich bin zwar in Hamburg geboren, aber im Rathaus selber war ich noch nie. Das wird sich heute ändern, denn ich nehme an einer Führung im Rathaus teil.
Das Rathaus wurde 1896-97 gebaut. Die Fassade hat eine Gesamtlänge von 111m, der Turm hat eine Höhe von 112m. Das ganze Gebäude steht wegen des morastigem Unterbodens auf ca. 4000 Rammpfählen. Mit 647 Räumen hat das Hamburger Rathaus mehr als der Buckingham Palast. Am meisten beeindruckt war ich, wie prunkvoll die einzelnen Räume ausgestattet sind. Holzvertäfelungen, die Wandbemalungen und natürlich die Tapeten aus Leder mit Hamburg Wappen. Im großen Festsaal wiegt ein Kronenleuchter 1,7 Tonnen und hat 240 Glühbirnen. Der Aufgang zur Bürgerschaft, alles aus Gold und weißen Marmor. Die Deckenbemalung zeigt den idealen Lebenslauf eines Hamburger Bürgers aus dem letzten Jahrhundert. Das letzte mal habe ich so etwas ähnliches bei einer Führung durch das Schloss Neuschwanstein gesehen, nur mit dem unterschied das hier die Räume auch heute noch benutzt werden. Das Rathaus wurde im zweiten Weltkrieg kaum beschädigt, nur der Turm hat etwas abbekommen. Einige Einschusslöcher sind bei genauen hinsehen noch in der Fassade zu erkennen. Das Rathaus sollte aber gesprengt werden, doch der Zünder versagte. Man kann ihn in einer Vitrine sehen. Im Innenhof dann der Brunnen. Er wurde zur Erinnerung an die Cholera errichtet die in der Stadt wütete als das Rathaus gebaut wurde. An dieser Krankheit starben damals mehrere Tausend Menschen. Denn schmutziges Wasser brachte den Tod. Die Figuren auf dem Brunnen zeigen die lebenswichtige Bedeutung des sauberen Wassers. Der Brunnen hatte aber noch eine ganz andere Funktion. Er versorgte das Rathaus durch unterirdische Kanäle mit Frischluft.
Fazit: Es lohnt sich wirklich einmal eine Führung mitzumachen. Selbst als Hamburger kann man noch einiges zur Geschichte Hamburgs lernen.
Preise und Öffnungszeiten unter: http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/rathaus/start.html